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Ein Umzug, 41 Verzeichnisse: warum alte Einträge Anfragen kosten
Ihre Adresse steht nicht nur bei Google. Sie steht in Dutzenden Verzeichnissen, die niemand mehr pflegt. Jede veraltete Zeile arbeitet gegen Sie.
Ein Betrieb zieht innerhalb von Neuss um. Die neue Adresse kommt auf die Website, ins Google-Unternehmensprofil und auf den Briefbogen. Damit gilt die Sache als erledigt.
Sie ist es nicht. Die alte Adresse steht weiterhin in Branchenverzeichnissen, in Kartendiensten, in Portalen, bei denen sich nie jemand angemeldet hat, weil die Daten von woanders eingesammelt wurden. Zwei Jahre später schickt ein Navigationsgerät einen Kunden zur alten Anschrift.
Warum das mehr ist als ein Schönheitsfehler
Zwei Wirkungen, beide unangenehm.
Der Mensch geht verloren. Wer vor einer verschlossenen Tür steht oder eine tote Nummer wählt, ruft nicht die richtige Nummer heraus. Er ruft beim Nächsten an.
Die Maschine wird unsicher. Google gleicht Ihre Angaben mit dem ab, was anderswo im Netz steht. Findet es drei Schreibweisen Ihrer Adresse und zwei Telefonnummern, sinkt das Vertrauen in den Datensatz. Das schlägt auf die Bekanntheit durch, und die ist eines der drei Kriterien für die Plätze im Local Pack. Mehr dazu in was in Ihr Google-Unternehmensprofil gehört.
Man merkt es nicht, weil nichts kaputtgeht. Es fehlt nur etwas, das nie angekommen ist.
Die drei Angaben, auf die es ankommt
Im Fachjargon heißt das NAP: Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei müssen überall zeichengenau gleich sein.
Zeichengenau heißt zeichengenau. Diese Varianten sind für eine Maschine drei verschiedene Betriebe:
- Müller Sanitär GmbH, Bergheimer Str. 46
- Müller Sanitär, Bergheimer Straße 46
- Sanitär Müller GmbH, Bergheimer Str. 46 a
Entscheiden Sie sich für eine Schreibweise. Notieren Sie sie einmal in einer Datei und weichen Sie nie davon ab. Der Rechtsformzusatz gehört dazu oder nicht, aber dann überall.
Wo Ihre Daten überall stehen
Es sind mehr Stellen, als die meisten vermuten. Nach unserer Zählung sind 41 Verzeichnisse relevant, wenn ein lokaler Betrieb in Deutschland gefunden werden will. Grob in vier Gruppen:
Kartendienste. Google Maps, Apple Karten, Bing Maps und die Navigationsgeräte, die daraus gespeist werden.
Große Branchenverzeichnisse. Das Örtliche, Gelbe Seiten, 11880 und Vergleichbares.
Bewertungs- und Buchungsportale. Je nach Gewerk unterschiedlich, bei Praxen andere als bei Handwerksbetrieben.
Datensammler im Hintergrund. Dienste, die Firmendaten aufkaufen und weiterverteilen. Hier haben Sie sich nie angemeldet, und trotzdem stehen Sie drin. Diese Gruppe ist der Grund, warum falsche Angaben immer wieder auftauchen, obwohl man sie gelöscht hatte.
Der Selbsttest, der zehn Minuten dauert
Öffnen Sie ein privates Fenster im Browser, damit Ihre eigenen Anmeldungen das Ergebnis nicht verfälschen.
1. Suchen Sie Ihre Telefonnummer in Anführungszeichen. Welche Seiten kommen? Stimmt dort alles?
2. Suchen Sie Ihren Firmennamen plus Ort. Gehen Sie die ersten zwei Ergebnisseiten durch.
3. Suchen Sie Ihre alte Adresse, falls Sie umgezogen sind, oder Ihre alte Nummer, falls Sie gewechselt haben.
4. Notieren Sie jeden Treffer, bei dem etwas nicht stimmt.
Bei den meisten Betrieben, die diesen Test zum ersten Mal machen, kommen mehrere fehlerhafte Einträge zusammen. Das ist kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern der Normalfall.
Warum das Aufräumen von Hand mühsam ist
Jedes Verzeichnis hat ein eigenes Verfahren. Manche verlangen eine Anmeldung, manche eine Bestätigung per Post, manche antworten wochenlang nicht. Für einen einzigen Betrieb sind das schnell mehrere Arbeitstage, verteilt über Monate.
Der ärgerlichere Teil kommt danach. Weil die Datensammler untereinander abschreiben, taucht eine gelöschte Falschangabe nach einem halben Jahr wieder auf. Einmalig aufräumen genügt deshalb nicht. Es muss laufend geprüft werden.
Was Sie diese Woche tun können
1. Ihre Schreibweise festlegen und in einer Datei notieren: Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Website.
2. Den Zehn-Minuten-Test machen und die Fehler notieren.
3. Die drei größten Fundstellen selbst korrigieren. Google, Das Örtliche, Gelbe Seiten sind meistens dabei.
4. Einen Termin in sechs Monaten setzen, um erneut zu prüfen.
Wo ich dabei helfe
Die drei größten Einträge können Sie selbst korrigieren, und das sollten Sie auch nicht bezahlen.
Der Rest ist eine Fleißaufgabe, die niemand gern macht und die nie fertig wird. Genau dafür gibt es lokalsync360: Ihre Daten werden einmal sauber aufgenommen und danach laufend gegen 41 Verzeichnisse abgeglichen. Einrichtung 490 €, danach 99 € im Monat. Sie bekommen einmal im Monat einen Bericht, was gefunden und was korrigiert wurde.
Vorher lohnt der kostenlose Sichtbarkeitsbericht. Er zeigt Ihnen schwarz auf weiß, wie viele Ihrer Einträge derzeit falsch, unvollständig oder gar nicht vorhanden sind.
Fangen Sie mit dem Zehn-Minuten-Test an. Bevor Sie etwas beauftragen, sollten Sie wissen, wie groß das Problem bei Ihnen überhaupt ist.